Das „liebe“ Wetter

Es gibt Tage, an denen das Arbeiten in einer allgemeinärztlichen Praxis geradezu eintönig ist: Mindestens jeder zweite Patient nennt als Grund seines Kommens:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Nächtliche Schweißausbrüche
  • Leistungsabfall

Macht sich eine neue Epidemie breit? Drohen Umweltkatastrophen?

Die Erklärung für diese Phänomene ist meist ganz einfach durch einen Blick auf die Wetterkarte in der Tageszeitung zu finden – und derzeit besonders häufig: Ein neues Tiefdruckgebiet braut sich über dem Atlantik zusammen und führt zu den beschriebenen Symptomen. Der menschliche Organismus reagiert auf einen Luftdruckabfall weit intensiver als auf andere Wettererscheinungen wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit.

Ein Blick auf die Isobaren- Kurven, die Linien gleichen Luftdrucks in den Wetterkarten, hilft ganz enorm, die zu erwartende körperliche Fitness einzuschätzen. Liegen diese Linien nahe beieinander und nehmen sie zum eigenen Wohnort hin ab, so ist mit reduzierter Leistungsfähigkeit zu rechnen; die eng beieinander liegenden Linien kündigen einen rapiden Luftdruckabfall an. Liegen die Isobaren- Kurven weit auseinander, so herrscht eine stabile Wetterlage; dem intensiven Wohlbefinden steht nichts im Wege.

Was kann man bei niedrigen Luftdrucksituationen tun? Leider nur sehr wenig: Abwarten und Tee trinken! Denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, die Symptome abzumildern.

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